(er/ihm)

 

ist als "dr Jüngschte: Joachim" am Palmsamstag 1992 in Südtirol geboren. Ergo italienischer Staatsbürger. Seine Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof war vor allem von autodidaktischem Krippenbau, Weihrauch, MTV und VIVA geprägt. Mit 13 war er bei einer Kinder-Castingshow im Fernsehen um das schlechte Wetter zu besingen. Dann hat er es mit Klarinette, Klavier und Gitarre versucht. Es folgten Musicals und Theaterstücke, die in der Sehnsucht zum Krippenbau und dem Choreographieren endeten. Nach vielen Kellerprojekten und einer Zeit als Vertretungslehrer hatte er mit 22 endlich seinen Break Free Moment und verließ die Berge ohne Geld, um in der teuersten Stadt Deutschlands Regisseur zu werden. Dort wartete viel Passivrauchen auf Probebühnen auf ihn. Abends saß er als Abendsspielleiter in 3stündigen Inszenierungen und die Nächte verbrachte er auf ihm uferfremden Datingportalen. Parallel nahm die Liebe zu Wort und Bild und Rhythmus im Gleichklang zu, ähnlich intensiv wie die Abwendung zur katholischen Kirche. Dann kam nach ein paar Niederlagen ein Abo bei den Kammerspielen, ein Geschichtestudium und dann plötzlich Salzburg. 

Joachim mag keinen Alkohol und Zigaretten und schluckt seit 9 Jahren mindestens 2 Tabletten pro Tag. Irgendwann wird er noch einen Wallfahrtsort für Klaus Nomi, Kate Bush oder Flohsamenschalen gründen. Manchmal hat er das Gefühl alle haben die 80er vergessen. Und ohne Fairness geht für ihn gar nix.

Wenn er was gelernt hat, dann mit Gegebenem umzugehen. Zum Beispiel mit 1,69 m in einer Bumsfallera-Welt, in der Männlichkeit noch stets über Bierkonsum und Fussball-Namedropping funktioniert. Würde es eine directout Initiative mit Bildern in der Süddeutschen geben, wäre er dabei. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Studium & AUSBILDUNG

2018-2022 Regiestudium an der Universität Mozarteum Salzburg

2016-2018 Geschichts- und Theaterwissenschaftsstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität München

2014-2016 Regieassistenz am Münchner Volkstheater

Stationen SEIT 2011
Rotierendes Theater, Junges Eisacktaler Theater, Vereinigte Bühnen Bozen, Bozner Autorentage, Münchner Volkstheater, NIDS- Neues Institut für Dramatisches Schreiben, Pepper Theater Neuperlach, Theater in der Altstadt Meran, Carambolage Bozen, Dekadenz Brixen, Universität Mozarteum Salzburg, Goethe Institut Hanoi, Kunstuniversität Graz, Theater Regensburg, Tiroler Landestheater Innsbruck, Salzburger Festspiele, Theater Paderborn.

GEARBEITET MIT

Christian Stückl, Lilja Rupprecht, Abdullah Kenan Karaca, Eva Niedermeiser, Sasha Marianna Salzmann, Brigitta Muntendorf, Martin Plattner, Marcel Schwald, Jessica Steinke, Frank Max Müller, Amélie Niermeyer, Ulrike Hatzer, Imre Lichtenberger, Cornelius Borgolte,  Andrea Koschwitz, Ina Tartler, Klaus Schumacher, Andrea Udl, Rainer Karlitschek, Peter Kastenmüller, Christoph Lepschy, Elias Perrig, Mehdi Moradpour, Anah Filou, Armela Madreiter, Elisabeth Kerschbaumer, Anna Heiss, Christina Alexandridis, 

Preise und Nominierungen

2011 Bozner Autorentage der Vereinigten Bühnen Bozen: Erster Preis für den dramatischen Text "foreignstr. 19"

2020 Körber Studio für junge Regie: Einladung mit der Inszenierung "Die Herrmannsschlacht" von Heinrich von Kleist

2021 Fast Forward Festival - europäisches Festival für junge Regie: Einladung mit der Inszenierung "Rise Like A Virus"

2021 GenDivers-Preis der Universität Mozarteum Salzburg für die Inszenierung "Maß für Maß" nach William Shakespeare

2022 Theater heute Kritiker:innenumfrage: Nominierung in der Kategorie "Beste:r Nachwuchskünstler:in Regie"

2022 Nestroypreis 2022: Nominierung in der Kategorie "Beste Bundesländer Aufführung" mit "Grufttheater:Weissagung"

ps. lieber Joachim statt dem hochdeutschen Jo-Achim