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Ein Stück Land   

Uraufführung / von Miriam V. Lesch

Oldenburgisches Staatstheater, 2026

​​​​​Inszenierung Joachim Gottfried Goller  Bühne & Kostüme Jenny Schleif Komposition Veit Vergara Dramaturgie  Elisabeth Kerschbaumer, Annika Müller Licht Arne Waldl Mit Gerrit Frers, Julia Friede, Konstantin Gries, Caroline Nagel, Anton Römer, Klaas Schramm, Tamara Theisen, Franziska Werner​

Glaube Liebe Hoffnung 

Ein Totentanz von Ödön von Horvàth

Landestheater Linz, 2026

​​​​​Inszenierung Joachim Gottfried Goller Ausstattung Julia Neuhold Komposition & Musik Imre Lichtenberger-Bozoki, Martin Hemmer,

Live-Musik Alice Peterhans Dramaturgie Andreas Erdmann  Mit Lorena Emmi Mayer, Jan Nikolaus Cerha, Horst Heiss, Alexander Hetterle, Jakob Kajetan Hofbauer, Katharina Hofmann, Sebastian Hufschmidt, Polina Khadhzynova, Alice Peterhans, Benedikt Steiner, Christian Taubenheim, Angela Waidmann, Lutz Zeidler  ​​​

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Engel in Amerika  

Teil 1: Die Jahrtausendwende naht / Teil 2: Perestroika, Schauspiel von Tony Kushner

Hessisches Landestheater Marburg, 2025

​​​​​Inszenierung Joachim Gottfried Goller Bühne & Kostüme Jenny Schleif Dramaturgie  Cornelius Edlefsen Assistenz Phin Mindner  Licht Samantha Bodenschatz, Delia Naß Mit Sven Brormann, Lisa Grosche, Solveig Krebs, Andreas Hammer, Tobias Neumann, Greta Plenkers, Georg Santner, David Zico​​

Die kahle Sängerin 

Antistück von Eugène Ionesco

Schauspiel Wuppertal, 2025

​​​​​Inszenierung Joachim Gottfried Goller Ausstattung Jenny Schleif  Musik Imre Lichtenberger-Bozoki  Dramaturgie Marie-Philine Pippert 
Mit 
Luise Kinner, Alexander Peiler, Konstantin Rickert, Stefan Walz, Kevin Wilke, Julia Wolff ​

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Presse

»Entfesseltes Ensemble, vibrierende Action – das Schauspiel Wuppertal verpasst Ionescos ›Die kahle Sängerin‹ eine erfrischende Aktualisierung. Während die 1950 uraufgeführte ›Sängerin‹ anderswo als Persiflage auf Boulevardkomödien inszeniert wird, legt Goller die im Einakter angelegte ›Tragödie der Sprache‹ offen. Die Figuren werfen nicht bloß mit Worthülsen um sich, verheddern sich in Nonsens-Dialogen. Mit der Sprache als Kommunikationsmittel lösen sich zugleich die Gewissheiten einer Gesellschaft auf, die von Krisen und Bedrohungen umzingelt ist.« (Westdeutsche Zeitung)

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»Die Wuppertaler Inszenierung lebte von den großen schauspielerischen Leistungen seines Ensembles. Hier gilt es besonders die Darstellung von Luise Kinner in den Rollen des Dienstmädchens Mary und des Feuerwehrhauptmannes hervorzuheben, die dem Geschehen mit Sprachwitz und tänzerischen Einlagen eine erfrischende Note gab.« (Die Stadtzeitung)

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»Ein abstruser Abend auf hohem Sprech- und Spielniveau. Absurd eben. Wie das Leben. Daumen hoch für dieses Wagnis.« (Wuppertaler Rundschau)

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Patient Zero 1 

Schauspiel von Marcus Peter Tesch (ÖEA)

Triebwerk 7 / Brux - Freies Theater Innsbruck, 2025

​​​​​Inszenierung Joachim Gottfried Goller  Ausstattung Julia Neuhold Mitarbeit Textregie Maria Wassermann Dramaturgische Mitarbeit Michaela Senn, Martin Fritz Produktionsleitung & Presse Carmen Sulzenbacher, Michaela Senn Licht Ben Mayr  Mit Jakob Egger, Elena-Maria Knapp, Benjamin Kornfeld​

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Presse

Alles - das Gesagte, das Gestammelte, das Ungesagte, das Geturnte und Getanzte - hat hier doppelt-dreifachen Boden, ist eindeutig mehrdeutig, erschreckend, aufwühlend, unangenehm - und auf gallige Art komisch. (…) Das Ensemble - Elena-Maria Knapp, Benjamin Kornfeld und Jakob Egger - nimmt die Herausforderung an, turnt, tanzt, träumt ihn, stürzt sich hinein, verliert sich, schreckt auf. Toll ist das. Finster. Erhellend. Unangenehm. Eine Zumutung. Furchtbar. Furchtbar gut. (Tiroler Tageszeitung)

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Sonne

von Elfriede Jelinek

Theater Paderborn, 2024

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Inszenierung Joachim Gottfried Goller Bühne Jenny Schleif Kostüm Julia Neuhold  Musik Imre Lichtenberger-Bozoki & Benno Hiti
Spielfassung Elisabeth Kerschbaumer Dramaturgie Dr. Daniel Thierjung Licht Marcus Krömer Mit Eva Brunner, Christina Constanze Polzer, Kirsten Potthoff, Felix Steinhardt, Meik van Severen

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Presse
Im Theater Paderborn glänzt das Stück "Sonne" der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek. (...) Der permanente Sprachfluss, den die Schauspielenden in prächtigen Kostümen (Julia Neuhold) mit Pathos und Lust am Spiel virtuos in den prächtigen Bühnenbildern (Jenny Schleif) lebendig werden lassen, erfordert volle Konzentration. (...) Eva Brunner, Kirsten Potthoff, Christina Constanze Polzer, Meik van Severen und Felix Steinhardt brillieren in diesen "Sprachflächen". Mal kommentieren sie als Chor (...), mal verschwinden sie hinter opulenten Masken, tanzen als von der Sonne maträtierte Touristen über die Bühne oder stürzen als Ikarus in den Tod. (...) Für (...) "Sonne" gab es reichlich Applaus und einige Bravo-Rufe. (Westfälisches Volksblatt)

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80 Minuten flirrt ihre Sicht auf die Welt (Regie: Joachim Gottfried Goller) in sengender Sprache über die Bühne. (...) Das Ensemble bringt Jelineks Sprachflächen als perfekt aufeinander abgestimmtes Quintett ans Publikum. Dieses wird mit sieben Bildern - vom Sonnengesang des Franz von Assisi bis zur Untergangsparty mit Abba - konfrontiert, die mal weniger und mehr Licht ins gleißende Dunkel bringen. (...) Mythologie, Geschichte, Wissenschaft und Alltag vermengen sich zu einem vielschichtig-deutbaren Mix. Poppig gipfelnd in dem Gute-Laune-Song "The Winner Takes It All" von Abba. Wie die schwedischen Pop-Fixsterne in Glitzerkostüme gekleidet, führt das Ensemble in bester Partystimmung einen Totentanz auf. (...) Diese Inszenierung wird nichts am menschlichen Handeln ändern, genießen kann man sie trotzdem. (Neue Westfälische)

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Die Freiheit einer Frau

von Édouard Louis 

Theater praesent, 2023

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Inszenierung Joachim Gottfried Goller Bühne & Kostüm Mirjam Falkensteiner Musik Jakob Köhle 
Dramaturgie Michaela Senn
Licht Barbara C. Alt, Marco Trenkwalder

Mit Lukas Gander, Elke Hartmann, Jakob Köhle​

Presse

"In einer der schönsten und in ihrer fast schon biederen Schönheit verstörendsten Szenen seiner Inszenierung rückt Goller diesen Randaspekt selbstbewusst ins Zentrum: Der Schriftsteller (Lukas Gander) und seine Mutter (Elke Hartmann) sitzen an einem Tisch. Sie hat nach Jahren der Demütigung ihr Auskommen mit der Welt gefunden, das man glücklich nennen könnte.(...) „Die Freiheit einer Frau“ ist bisweilen harte Kost. Aber eben nicht nur: Es gibt auch leise ironische, federleicht gespielte, melancholische Momente." (Tiroler Tageszeitung)

 

"Der Südtiroler Regisseur Joachim Gottfried Goller und die Dramaturgin Michaela Senn eröffnen dem Publikum die Möglichkeit in eine sozialschwache Familie und deren Probleme einzutauchen. Im Stück findet man eine große Portion an Kritik: an Homophobie, an dem gesellschaftlich dominanten Männerbild sowie dessen Stereotype, an der Gesellschaft und ihrem Umgang mit Emotionen und Problemen, am Hochmut der intellektuellen Kreise und an der Skepsis der Landbevölkerung gegenüber dem Bildungsbürgertum. (...) Von Gänsehautmomenten, fassungsloser Traurigkeit bis hin zu erholsamen Lachmomenten wird nichts ausgelassen. Die Zuschauenden verlassen das Theaterstück mit einigen Antworten, aber auch fundamentalen Fragen zu Sinn und Glücksempfinden."(komplex-kulturmagazin)

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"Es ist ein berührend offener und verständnisvoller Text, den der junge Südtiroler Regisseur Joachim Gottfried Goller mit Lukas Grander, Elke Hartmann und dem Musiker Jakob Köhle für das Theater praesent in einem fließenden unaufgeregten Erzählmodus inszeniert hat. (...) Ein starker Abend und ein wichtiges Statement..." (meinBezirk.at)

Schnee Weiss (Die Erfindung der alten Leier)

von Elfriede Jelinek (Österreichische Erstaufführung)

Tiroler Landestheater, 2023​

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Nominiert für den Nestroy-Preis 2023 in der Kategorie "Beste Bundesländer Aufführung"
sowie Julia Neuhold als "Bester Nachwuchs Bühne & Kostüm, Autor:in, Musik"

Nominiert für das nachtkritik.de-Theatertreffen 2024

 

Inszenierung Joachim Gottfried Goller Bühne & Kostüm Julia Neuhold Musik Imre Lichtenberger Bozoki Dramaturgie Uschi Oberleiter
Licht Michael Reinisch Mit Florian Granzner, Tom Hospes, Ulrike Lasta, Sara Nunius, Christina Constanze Polzer, Stefan Riedl, Janine Wegener

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Presse

"Schnee Weiß feierte in einer beachtlichen und am Ende gar mit stehenden Ovationen bedachten Inszenierung Joachim Gottfried Gollers in den Kammerspielen in Innsbruck seine Österreich-Premiere. (...) Der junge Südtiroler Regisseur, soeben war er erstmals Nestroypreis-nominiert, lässt diesem unsicher gepflasterten Redeparcours eine gute szenische Ordnung angedeihen. Er schafft klare Setzungen, inspiriert auch durch Jelineks eingewobene Bezüge zu Oskar Panizzas Groteske Das Liebeskonzil (1894) (...). Goller erfindet die Jelinek-Illustrationskunst nicht neu, macht die Suada aber auf hellsichtige, unverbrauchte Weise lebendig. Bis zum Schluss bleibt das szenische Setting frisch und frei von einkesselnder Bildgebung." (Der Standard)

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"So bleibe ihr, der unermüdlich Schreibenden, gar nichts anderes übrig, als diese ewig alte Leier immer wieder anzustimmen. Ulrike Lasta, Sara Nunius, Christina Constanze Polzer, Janine Wegener, Florian Granzner, Tom Hospes und Stefan Riedl bringen sie begleitet von Imre Lichtenberger Bozokis atmosphärischer Musik auf grandios einnehmende Weise zum Klingen. Und das ist faszinierend, inspirierend: erste Liga!" (MeinBezirk.at)

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"Ja, es ist schön, dass (...) ein so politisch bedeutungsvolles Werk zu einer Aufführung kommt, das in der Inszenierung von Joachim Gottfried Goller (...) eine durchaus überregionale Bedeutung zugestanden werden muss. Auch wenn es sich um ekelhafte Themen handelt, ist die Inszenierung durchaus unterhaltenswert und da bleibt die Frage - warum. In Tirol ist ja doch das Skifoan des Leiwandste, vielleicht bald nicht mehr lange." (Tagblatt Dolomiten)

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"Gottvater resigniert. Nicht so die Inszenierung. Selbst wenn Goller das Ensemble vom Unterschied zwischen Flirt und Belästigung sprechen lässt oder ihm reihum die unterschiedliche Betonung des Begriffs Frausein abverlangt – dieser Jelinek-Abend wirkt nie schulmeisterlich, sondern ist auf Höhe seines Stoffs und ernsten Themas." (Nachtkritik.de)

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"Regisseur Joachim Gottfried Goller bei seiner Route durch Jelineks an Ab-, Um- und möglichen wie unmöglichen Irrwegen reichen Textgebirge die Anklage der Scheinheiligkeit mit heiligem Schein herausarbeitet – und in schönster Heiligenbildchenhaftigkeit ausstellt. (…) Die Welt ist schlecht. Vielleicht machen es die Affen, die sich das schöne Schlussbild erobern, irgendwann besser. Bis dahin tröstet, dass sich aus einer schlechten Welt gutes, ja hervorragendes Theater machen lässt." (Tiroler Tageszeitung) 

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Nestroy-Nominierung
Zu Trommeldonner öffnet sich der Vorhang über olympischem Feuer, in der Ferne mischen sich Schlachtgesänge mit Schmerzensschreien, bald darauf zieht ein Almabtrieb durch. Was passiert hier? Nix Nettes, aber mei, die Natur hat halt heilig zu bleiben. 2018 gleich nach den Enthüllungen der Ex-Skirennläuferin Nicola Werdenigg verfasst, sieht man Elfriede Jelineks Textfläche „Schnee Weiß (Die Erfindung der alten Leier)“ über die Missbrauchsskandale im Sport in ihrer Aktualität seither immer wieder bestätigt. Trotz des Hinweises auf den „Tiroler Glauben“ erfolgt die österreichische Erstaufführung also spät, aber immerhin am richtigen Ort und gleich einmal durch ein Team, das sich etwas traute: Bevor die ersten Worte fallen, vergehen sechs Minuten. Bühnenbild, Licht, Musik und die aus dem Text geschürften Figuren in ihren keine Blasphemie scheuenden Kostümen, sie fordern mit Erfolg Gleichberechtigung und bringen doch Jelineks frustriert-wortgewandte Anklage von Opfer-Täter-Umkehr, Verharmlosung und Medienchaos bestens zur Geltung. (Martin Thomas Pesl)

Grufttheater: Weissagung

Texte von Otto Grünmandl und Peter Handke

Tiroler Landestheater Innsbruck [K2], 2022

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Nominiert für den Nestroy-Preis in der Kategorie "Beste Bundesländer Aufführung" 2022

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Inszenierung Joachim Gottfried Goller Bühne & Kostüm Julia Neuhold Dramaturgie Christina Alexandridis Licht Michael Reinisch
Mit Johannes Gabl, Ulrike Lasta, Petra-Alexandra Pippan, Stefan Riedl

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Presse

"Am Ende läuft freilich alles auf die Frage hinaus, wie sich der Übergang zur Weissagung bewerkstelligen lässt. Und er gelingt erstaunlich gut: Das Grufttheater bereitet nicht nur den sprachlichen Boden, sondern wird auch zum Bühnenbild für ein weiteres Stück absurdes Theater, das die Darsteller mit tollem Rhythmusgefühl bewältigen. Und mit jener Mischung aus Fatalismus und Würde, die es braucht, wenn Goller am Ende ans Äußerste geht und tatsächlich Abba einspielen lässt." (Der Standard)

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"Für das Stück im Stück kleidet Ausstatterin Julia Neuhold das Ensemble wie Abba ein – ein schöner Bruch mit Handkes erdigem Ernst. Im Theater entsteht die Erkenntnis auch und gerade im Spielerischen. Und spielerisch – mit „Chiquitita“ und Kuhglocken – findet dieser überzeugende Theaterabend zurück zum Grufttheater: Denn im Grunde ist der Fernseher, der fürs Finale herbeigeschafft wird, nichts anderes: tragbares Theater – und doch nicht das wahre. Dass am Ende Ensemble und Publikum in die Röhre, ist ein schaurig schönes Bild. (...) Gut, dass wieder gespielt wird." (Tiroler Tageszeitung)

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Nestroy-Nominierung
Otto Grünmandls „Grufttheater“-Text ist eine absurde, geradezu Bernhardeske Hommage an die darstellende Kunst. Darin präsentiert und argumentiert ein Theatermacher namens Karner die vielen Vorzüge seines sogenannten Grufttheaters. „Durch die partikulare, kombinierte, totale Öffnung der Vorhangteile 1 und 2 und 3 ergeben sich Einblicke in Gruft 1, Gruft 2, Gruft 3“ heißt es bedeutungsvoll. Regisseur Joachim Gottfried Goller hat in die inneren Echos dieses überaus komischen Einakters hineingehorcht, die Textzeilen sparsam, aber gewichtig mit Bühnenleben aufgedehnt und so am Landestheater Innsbruck ein kleines Juwel erschaffen, in dem jeder strenge Blick und jedes Wort sich stimmig Raum und Luft verschafft. Hier wird keine Silbe vergeudet! Und damit ist auch die ideale Rampe gelegt für den zweiten Text dieses Abends, Peter Handkes Tautologie-Katalog „Weissagung“. Welch makelloses Handwerk, was für ein anrührendes „Literaturtheater“!  (Margarete Affenzeller)

RISE LIKE A VIRUS - die nicht abgeschlossene Biografie einer Krankheit
Zoom-Performance 

Universität Mozarteum - entstanden im Praxissemester "Postdramatik", 2021

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Eingeladen zum Fast Forward Festival - europäisches Festival für junge Regie 2021

Nominierung in der Theater-heute Kritikerinnenumfrage in der Kategorie "Beste:r Nachwuchskünstler:in Regie" 2022

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Inszenierung Joachim Gottfried Goller Austattung & Technik Michael Hofer-Lenz Dramaturgische Mitarbeit Elisabeth Kerschbaumer Mit Raban Bieling, Christine Grant, Maren Solty, Lukas Vogelsang

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"Manchmal hat er das Gefühl, alle haben die 80er vergessen", schreibt Joachim Gottfried Goller in seiner Vita über sich selbst. Warum die 80er für ihn, der 1992 geboren ist, wichtig sind, erklärt er nicht. Seine Inszenierung RISE LIKE A VIRUS entstand im 3. Studienjahr im Lockdown-Winter 20/21 am Mozarteum in Salzburg und könnte ein Hinweis sein. Die vorletzte Dekade des 20. Jahrhunderts bringt das Ende der Systemopposition zwischen Ost und West und ist von Entwicklungen geprägt, die bis heute wirken: Digitalisierung, Umweltschutz, Krieg, Hungerkatastrophen, Tschernobyl, der neoliberale Turn, die Immunschwächekrankheit AIDS. AIDS ist das Thema von RISE LIKE A VIRUS. Die Inszenierung traut sich, einer Party zu ähneln und in Situation, Szene und Soundtrack engagiert, klug und spielerisch die Atmosphäre einer Pandemie einzufangen. Der Abend handelt von Schicksalen, explizitem Sex und der Rebellion gegen Grenzen aller Art. 1981 wurden die Folgen einer Infektion mit dem HI-Virus zur pandemischen Krankheit erklärt. Für die Betroffenen waren sie, anders als heute, Todesurteile. Vor allem die sexuelle Übertragbarkeit von HIV führte zu einer ungeheuerlichen Stigmatisierung von sozialen Gruppen und Lebensweisen. Über Nacht schien zunichte gemacht, wofür die Bürgerbewegungen der 60er Jahre gekämpft hatten: Toleranz und Gleichberechtigung.

RISE LIKE A VIRUS entstand auf Distanz, das heißt in zwei verschiedenen Wohnungen, als digitale Inszenierung für Publikum auf der Konferenzplattform Zoom. Im September 2021 schloss Joachim Gottfried Goller seine Regieausbildung am Mozarteum Salzburg ab. (Pressetext Fast Forward)

Tom auf dem Lande  

von Michel-Marc Bouchard

Gruppe Dekadenz, 2020 + 2025

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Inszenierung Joachim Gottfried Goller Bühne & Kostüm Mirjam Falkensteiner Licht Julian Marmsoler Mit Max Gruber-Fischnaller, Patrizia Pfeifer, Kathrin Ploner, Philipp Weigand​​​​​

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Presse

"Goller ist ein Regisseur, der genau auf den Rhythmus achtet, gezielt, beschleunigt und verlangsamt, er lässt die Darsteller manchmal auch schweigen, vieles lässt sich nicht aussprechen, ausreden schon gar nicht. (…) Es besticht durch die Intensität, die Regie und Darsteller erzeugen." (ff- Südtiroler Wochenmagazin)

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"Die beachtliche schauspielerische Leistung ist der Kern dieser Inszenierung des Südtiroler Regisseurs. (…) Joachim Goller schafft es, mit entgegengesetzten Elementen wie den Charakteren (...) zu spielen und Konkretes der vagen Andeutung vorzuziehen. So ist Gollers Inszenierung rudimentär, kalt - aber gleichzeitig nahe am Publikum. (…) Auffallend ist, dass der Regisseur mitunter auf (..) die Simplizität seiner Deutsch-Mundart-Version verlässt. Im Vordergrund stehen die Sprünge zwischen Dialekt und Hochdeutsch, die für das Südtiroler Publikum weitestgehend bekannte Situation darstellen. (…) Ironie mag diesem Stück auch seine Heiterkeit geben, was angesichts der ernsteren und gesellschaftskritischen Thematik ansonsten nicht vorhanden gewesen wäre. Joachim Gollers Inszenierung punktet insgesamt vor allem mit ihrer sprachlichen Komponente und dem gekonnten Spiel ihrere Hauptdarsteller." (Dolomiten- Das Südtiroler Tagblatt)

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"Und dicht wird das Stück nicht aufgrund zahlreicher Szenenwechsel oder temporeicher Dialoge. Dicht wird das Drama vor allem aufgrund der zahlreichen kurzen, aber markanten Sprech- und Musikpausen. Darin schwingt weit mehr Bedeutung durch Gestik und Mimik mit, als von den herausragend spielenden Darstellern laut ausgesprochen werden könnte. (…) Der junge Kastelruther Regisseur Joachim Goller hat das Originalwerk (…) mit Hilfe von dialektalen Elementen nach Südtirol geholt und gibt dem oftmals noch tabuisierten Thema „Homosexualität auf dem Lande“ mehr Sichtbarkeit." (Zett)

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